Die Demokratische Partei (Democratic Party, Democrats) ist neben der Republikanischen Partei eine der beiden großen Parteien in den USA. Die Demokraten gelten im Vergleich mit den Republikanern als weniger konservativ und mehr am Sozialliberalismus orientiert. Das inoffizielle Wappentier ist der Esel, obwohl er im Gegensatz zum Elefanten der Republikaner nie offiziell als solches angenommen wurde und sein Ursprung ungeklärt ist. Die – ebenfalls inoffizielle – Parteifarbe der Demokraten ist Blau.
Wie US-amerikanische Parteien allgemein, ist die Partei wesentlich anders organisiert als vergleichbare deutsche Parteien (so werden Bezirksvorstände, je nach US-Bundesstaat, zum Teil durch die allgemeine Wahlbevölkerung in Vorwahlen und nicht etwa durch Parteimitglieder allein gewählt). Wichtigstes Organ für die Gesamtpartei ist das Democratic National Committee, das auch die Democratic National Convention veranstaltet. Derzeitiger Vorsitzender des DNC ist Howard Dean.
ENTSTEHUNGSGESCHICHTE
Die Gründung der demokratischen Partei kann man auf die Entstehung einer Koalition um Thomas Jefferson im Kongress im Jahre 1792 zurückdatieren, mit der die Politik des damaligen US -Finanzministers unterlaufen werden sollte. Im ersten Viertel des 19. jahrhunderts waren die Gegner der damals noch als Republicans bekannten Partei, die Federalists um Alexander Hamilton, nicht mehr politisch aktiv. Deswegen dominierte die Partei als einzige die sogenannte „Era of Good Feelings“ (ca.1814-1830). Daher wird nicht nur Thomas Jefferson sondern auch Andrew Jackson, welcher von 1829 bis 1837 Präsident der USA war, als Gründervater der Partei angesehen.
In dieser Zeit schafften fast alle Staaten der USA die bislang noch bestehenden Wahlbeschränkungen auf weiße, männliche Amerikaner ab. Insbesondere stieg die Zahl der Einwohner der USA durch Einwanderung stark an, so dass in Folge dessen die Wahlbeteiligung stark anstieg. Die Parteien, welche bis dahin in den USA bestanden, waren im wesentlichen kleine, informelle Wahlvereine, die der nun entstehenden Massendemokratie nicht gewachsen waren. Die Demokraten, bzw. Republican Democrats, wie sich die Partei bis 1844 noch nannte, wurden dagegen um 1828 bis 1830 von Andrew Jackson und Martin Van Buren, dem Senator von New York gründlich modernisiert, so dass sie zu jener zeit das politische geschehen dominierten. Von vielen Historikern wird daher auch das Jahr 1828 als Gründungsjahr der Demokraten angegeben.Die Gegner der Partei organisierten sich als Whigs, die ab 1854 teilweise zu den neu gegründeten Republikanern wechselten.

